"Ich habe den schwulsten Film aller Zeiten gemacht": Zack Snyder enthüllt 19 Jahre später über seinen Mega-Blockbuster 300, was wir schon immer wussten

Wie schwul ist Zack Snyders 300 wirklich? Das sagt der Regisseur
Im Gespräch mit Variety sprach Snyder zunächst über den Faschismus-Vorwurf, der 300 seit Kinostart überschattet. Laut Regisseur hegte ihn bereits das Publikum auf der Berlinale 2007, denn "alle buhten und verließen den Saal". Aber der Filmemacher verteidigt sich nun: "Natürlich bin ich kein Faschist. [...] Natürlich bin ich pro-gay. Ich habe den schwulsten Film aller Zeiten gemacht."
Auf Nachfrage führt er aus:
300 ist einer der schwulsten Filme aller Zeiten. Ich sage immer: 'Schaut mal, es gibt wenige Filme, in die Leute als Heteros gehen und schwul wieder rauskommen, und 300 gehört zu ihnen.'
Ob er damit noch auf mehr anspielt als auf die halbnackten, muskulösen Körper von Gerard Butler und Co., verrät Zack Snyder nicht. Offen queere Repräsentation sucht man im Film natürlich vergebens. Aber Action-Blockbuster ohne LGBTQIA+-relevanten Plot, denen ein homoerotischer Subtext zugesprochen wird, haben eine lange Geschichte im Kino – Top Gun mit seinen lasziven Volleyball-Einlagen ist ein prominentes Beispiel.
Ob Snyders mit seinem Urteil richtig liegt, ist daher wohl eine Frage der Betrachtungsweise. Man könnte etwa argumentieren, dass für den "schwulsten Film aller Zeiten" mehr vor der Kamera nötig ist als unzählige stahlharte Bauchmuskeln – etwa ernsthafte Zärtlichkeit unter Männern.
- Auch interessant: Zack Snyder legt einen der größten Sci-Fi-Klassiker aller Zeiten neu auf
Aber wer weiß. Vielleicht dreht Snyder ja nach seinem Kriegsdrama The Last Photograph, das 2027 erscheinen soll, ein neues queeres Meisterwerk.



